6. – Agenda 2030 soll Deutschland aus der Krise führen – „Streitkultur auf Tiefpunkt angelangt“
In einem Gespräch mit Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost und Janina Schäfer machte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann deutlich, dass er Diskussionen über die Einführung einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich und eines bedingungslosen Grundeinkommens für kontraproduktiv hält. Daher plädiere er für eine Agenda 2030, um Deutschland aus der Krise zu führen. Hierzu gehöre eine große Steuerreform. Es könne nach seiner Ansicht nicht sein, dass inzwischen der 1,3fache durchschnittliche Lohn dazu führe, den Spitzensteuersatz zahlen zu müssen. Vor rund 20 Jahren hätte man das 15- bis 20fache verdienen müssen, um unter den Spitzensteuersatz zu fallen, hob Linnemann hervor. Er würde sogar noch einen Schritt weiter gehen, unterstrich der CDU-Generalsekretär. Derjenige, der Überstunden mache oder als Rentner im Betrieb verbleibe, müsste einen finanziellen Anreiz erhalten. Er denke dabei an rund 2.000 Euro im Monat, die dann steuerfrei blieben, konkretisierte der promovierte Volkswirt seine Überlegungen. Weiterhin beklagte Carsten Linnemann, dass die Streitkultur in Deutschland auf einem Tiefpunkt angelangt sei. Typen wie Alfred Dregger, Franz Josef Strauß, Helmut Kohl und Herbert Wehner seien heute rar gesät. Er würde sich freuen, wenn wieder mehr Leute in die Politik gingen, die klare Positionen hätten und zu ihren Überzeugungen stünden. "Auch wenn Gegenwind kommt."